Im Dezember konnten wir den 19 Absolventinnen und Absolventen des zweiten Jahrgangs der Trauerland-Ausbildung® zur systemischen Kinder- und Jugendtrauerbegleitung ihre Zertifikate überreichen. Über 15 Monate kamen die Ausbildungsteilnehmenden aus ganz Deutschland zu den 11 Wochenendmodulen nach Bremen.

Für die Teilnehmenden des zweiten Durchgangs der Trauerland-Ausbildung® ging mit dem Ende des Jahres auch eine aufregende Reise und intensive Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Sterben und der Trauer zu Ende. Aus verschiedenen Berufszweigen wie Hospiz, Kita, Schule oder Jugendamt zog es die Teilnehmenden aus mehreren Bundesländern zur Ausbildung nach Bremen. Sie alle trafen die Entscheidung zur Ausbildung, um in ihrer Arbeit Kinder und Jugendliche nach einem Todesfall professionell begleiten zu können.

Das letzte Modul im Dezember, in dem es um die Themen Resilienz und Abschied im Kontext der Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen ging, bat den Teilnehmenden zum Abschluss der Ausbildung die Möglichkeit, sich gegenseitig ihre Abschlussarbeiten vorzustellen. Nach leckerem Essen, viel Austausch und Rückblick auf die vergangenen 15 Monate überreichte das Team von trauerland bildung allen 19 Absolventinnen und Absolventen ihre Zertifikate. In einem kleinen Fotobooth konnten die Absolventinnen und Absolventen anschließend noch Erinnerungen an den bedeutungsvollen Tag festhalten und symbolisch ihre Hüte fliegen lassen. „Dass Trauerland weitere 19 Personen zu systemischen Kinder- und Jugendtrauerbegleitungen zertifizieren konnte, ist ein bewegendes Gefühl! Als neue Bildungskoordinatorin bin ich beeindruckt, wie viele Menschen sich mit Trauerland verbunden fühlen und zukünftig trauernde Kinder, Jugendliche und Familien begleiten“, reflektiert Malina Klencke.

Die Trauerland-Ausbildung® umfasst 11 Module, vermittelt eine familiensystemische Herangehensweise in der Trauerbegleitung und ist von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen/Bremen akkreditiert. Der nächste Ausbildungsdurchgang startet bereits im Februar und ist mit 18 Teilnehmenden ausgebucht. Alle weiteren Infos gibt es hier.


01.09.2023

Trauerland begleitet seit 1999 trauernde Kinder und Jugendliche sowie deren Familien. Das Wissen aus über zwei Jahrzehnten Trauerbegleitung hat der Verein 2020 in der „Trauerland-Ausbildung® zur systemischen Kinder- und Jugendtrauerbegleitung“ für Fachkräfte aus ganz Deutschland gebündelt. Der nächste Ausbildungsdurchgang beginnt im Februar 2024 und bietet Platz für 18 bis 21 Teilnehmende.

Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten oder im Arbeitsalltag mit diesen in Kontakt kommen, sind bestenfalls durch ihre berufliche Ausbildung auf verschiedene Umstände der Erfahrungswelt von Kindern vorbereitet. Abschiede wie ein Schulwechsel oder Umzug bis hin zu Verlusterfahrungen durch Tod gehören bereits zur Lebenswirklichkeit von Kindern dazu. Nur selten sind Fachkräfte hinreichend ausgestattet, wenn ein Kind einen Todesfall erlebt. Plötzlich werden Fragen zum Tod sowie der Umgang mit Trauer zum Thema.

Das von Trauerland entwickelte und angewandte Konzept zur Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Angehörigen möchte der Verein mit der Trauerland-Ausbildung® möglichst vielen Menschen vermitteln. Die Wirkung der verschiedenen Hilfsangebote wie altersspezifischen Trauergruppen sowie Einzel- und Telefonberatung wurde extern evaluiert und bestätigt. Aus dieser über 20-jährigen Praxiserfahrung heraus wurden auch die Inhalte der Ausbildung konzipiert. Sie umfasst Module an elf Wochenenden, vermittelt eine familiensystemische Herangehensweise und befähigt Teilnehmende unter anderem zur Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen im Einzel- oder Gruppensetting. Bislang wurde die Ausbildung von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen/Bremen akkreditiert.

Besonders im Bereich Sterbebegleitung und in karitativen Einrichtungen besteht ein hoher Unterstützungsbedarf für trauernde Kinder, Jugendliche und Familienangehörige. Neben Fachkräften aus Hospiz, Kirche, Schule, Kita, Polizei und Feuerwehr richtet sich die Ausbildung aber auch an alle, die im beruflichen Kontext mit Kindern in Kontakt kommen. Interessierte, die trauernde Kinder und Jugendliche qualifiziert unterstützen möchten, sind ebenfalls willkommen. Es sollen MultiplikatorInnen ausgebildet werden, die trauernden Kindern und Jugendlichen sowie ihren Angehörigen achtsam begegnen, sie in ihren Bedürfnissen verstehen und nach einem Todesfall auf ihrem individuellen Trauerweg begleiten können.

Ein Infoabend für alle Interessierten findet am 7. November 2023 von 19 bis 20.30 Uhr in der Schwachhauser Heerstr. 268 a, 28359 Bremen statt. Für Anmeldungen und Organisatorisches steht Frau Stefanie Kersting 0421-696 672-15 oder info@trauerland-bildung.de zur Verfügung. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Malina Klencke unter 0421-696 672 - 33 oder info@trauerland-bildung.de.


07.09.2022

Seit der Vereinsgründung qualifiziert Trauerland auch Fachkräfte im Umgang mit betroffenen Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen einer Förderung der SKala-Initiative konnten wir unser Bildungsangebot 2020 neu bündeln und führen Workshops, (Online-)Seminare sowie die Trauerland-Ausbildung® seither unter dem Namen trauerland bildung durch. In diesem Monat feiert der Bildungsbereich zweijähriges Jubiläum.

Trauerland-Gründerin Beate Alefeld-Gerges ist stolz auf zahlreiche Meilensteine der letzten zwei Jahre. trauerland bildung stellt inzwischen ein nicht wegzudenkendes Standbein für die inhaltliche Arbeit des Vereins dar und bringt uns der Vision eines bundesweiten Netzwerkes mit niederschwelligen Hilfsangeboten für trauernde Kinder und ihre Familien ein Stück näher.

Was ist es für ein Gefühl, auf 2 Jahre trauerland bildung sowie den ersten abgeschlossenen Durchgang der Ausbildung zurückblicken zu können?

BAG: Ich bin vor allem begeistert, zu sehen, wie das Bildungsangebot angenommen wird. Ich wusste, dass es auch viel Nachfrage gab, aber dass unsere umfangreiche Trauerland-Ausbildung® zustande kommen konnte, war ein besonderer Moment. Die Konzeption war etwas, das ohne die Förderung der SKala-Initiative sicherlich nicht umsetzbar gewesen wäre. Von der Entwicklung der Module bis hin zur Verfeinerung der Inhalte und dem digitalen Wissenstransfer war es toll, wie wir als Team diese Herausforderung bewältigt haben und uns gegenseitig ergänzen konnten. Nachdem wir 15 Teilnehmende im ersten Ausbildungsdurchgang qualifizieren konnten, ist nun auch der zweite Durchgang ausgebucht.

Was mich seit dem letzten Jahr besonders freut, ist, dass unsere Online-Seminare so gut ankommen. Die Umstellung auf Online-Formate war letztendlich Corona geschuldet. Dadurch haben wir eine ganz neue Zielgruppe erreicht. In unseren Seminaren sind nun zum Beispiel Menschen aus Berlin oder der Schweiz dabei. Die neuen Online-Seminare haben es möglich gemacht, uns breiter aufzustellen und unsere Angebote über die Nordwest-Region hinaus bekannt zu machen. Ich glaube, unser Online-Angebot wird immer ein Standbein bleiben und ist eine unglaublich große Chance, unsere Erfahrung an viel mehr Menschen weiterzugeben.

Wie hat sich der Verein seit der Gründung von trauerland bildung gewandelt?

BAG: Vor der Gründung war die Weiterbildung von Fachkräften nur ein kleiner Zweig des Vereins. Es gab schon immer Bildungsveranstaltungen, weil sie auch angefragt wurden, aber all das wurde eben nebenbei gemacht. Das hat sich komplett geändert. trauerland bildung ist jetzt ein großer Bereich, hinter dem viel Kraft, Ressourcen und ein motiviertes Team stehen. Das wirkt sich auch auf unsere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit aus. Wir werden das erste Mal als Kompetenzzentrum wahrgenommen. Das freut mich vor allem, weil wir heute deutlich mehr Menschen im Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen schulen können.

Was sind zukünftige Ziele und Wünsche für den Bildungsbereich?

BAG: Ein Ziel ist es, unsere bestehenden Kooperationen – wie mit dem Landesinstitut für Schule – noch mehr auszubauen. Darüber hinaus freue ich mich, die Weiterbildung von ErzieherInnen fortzuführen und mehr Fachkräfte in diesem Bereich für Kindertrauer zu sensibilisieren. Inzwischen zählen auch ErsthelferInnen sowie Institutionen aus dem Bereich der Seelsorge zu unserer Zielgruppe. Was die Zusammenarbeit betrifft, möchten wir hier noch mehr Langfristigkeit schaffen. Nur mit regelmäßigen Schulungen über mehrere Jahre kann man nachhaltig etwas erreichen, sodass sich auch etwas in den Einrichtungen tut. Mein Wunsch ist es, dass das Thema Kindertrauer mehr Gehör findet und wir Ängste und Unsicherheiten nehmen können.

Natürlich denke ich auch immer über neue Angebote nach. Dieses Jahr haben wir zum Beispiel einen Workshop zum Thema Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen, die einen Suizid erlebt haben, in unser Programm aufgenommen. Wenn wir in unserer Arbeit merken, bestimmte Themen sind zurzeit besonders wichtig für die Menschen, versuchen wir auch unsere Seminare dahingehend zu entwickeln. Es ist mir wichtig, dass wir uns immer am Bedarf orientieren und schauen, womit gerade Hilfe benötigt wird.


10.05.2022

Am Sonntag konnten wir den ersten AbsolventInnen der Trauerland-Ausbildung® zur systemischen Kinder- und Jugendtrauerbegleitung ihre Zertifikate überreichen. Die Ausbildung erstreckte sich über 15 Monate und basiert auf dem Trauerland-Konzept von Vereinsgründerin Beate Alefeld-Gerges.

„Die Teilnehmenden des ersten Durchgangs zu verabschieden, war sehr berührend. Ich bin dankbar, dass jetzt 15 Menschen in die Welt hinausgehen und auf ihre ganz besondere Weise trauernde Menschen unterstützen“, reflektiert Beate Alefeld-Gerges. Die Trauerland-Ausbildung® war für Beate Alefeld-Gerges ein langjähriger Herzenswunsch, der dank einer Projektförderung durch die SKala-Initiative verwirklicht werden konnte. Nach eineinhalb Jahren Konzeption konnte die Ausbildung im Februar 2021 starten. Ziel der Ausbildung ist die Fähigkeit, Kinder und Jugendliche nach einem Todesfall in ihren Bedürfnissen zu verstehen und sie auf ihrem individuellen Trauerweg zu begleiten.

Für die AbsolventInnen des ersten Ausbildungsdurchgangs geht eine aufregende Reise und intensive Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Sterben und der Trauer zu Ende. Die bunt gemischte Gruppe aus verschiedenen Berufszweigen wie Hospiz, Schule, Palliative Care oder Kirche zog es aus mehreren Bundesländern zur Ausbildung nach Bremen. Die Teilnehmenden eint das Bedürfnis, in ihrer Arbeit Kinder und Jugendliche nach einem Todesfall professionell begleiten zu können. „In meiner Arbeit im Krankenhaus habe ich festgestellt, wie wenig Platz es für Trauer gibt. Angehörige stehen oft ohne Möglichkeiten da, die Trauer zu verarbeiten. Ich habe mir gedacht, das reicht nicht“, berichtet eine Absolventin aus dem klinischen Alltag der Logopädie. Sie und ihre AusbildungskollegInnen freuen sich, dass das neu gewonnene Wissen nun nachhaltig ihren Arbeitsalltag prägen kann: „Als Pastorin ist der Einbezug von Kindern in Trauerfeiern sowieso ein Thema für mich. Der theoretische Hintergrund war wirklich ein Gewinn für mich, da ich schon während der Ausbildung in meiner praktischen Arbeit von dem konkreten Wissen profitieren konnte.“

Die Trauerland-Ausbildung® umfasst 11 Module, vermittelt eine familiensystemische Herangehensweise in der Trauerbegleitung und ist von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen/Bremen akkreditiert. Der nächste Ausbildungsdurchgang startet im September 2022. Alle weiteren Infos gibt es hier.


31.03.2022
Die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen/Bremen hat im Frühjahr das gesamte trauerland bildung Programm akkreditiert und mit Fortbildungspunkten versehen.

Nachdem die Trauerland-Ausbildung® zur systemischen Kinder- und Jugendtrauerbegleitung bereits letztes Jahr akkreditiert wurde, können Fachkräfte seit Frühjahr auch alle Workshops und (Online-)Seminare von trauerland bildung im Rahmen der Fortbildungspflicht anerkennen lassen. „Das Qualitätsmerkmal der Akkreditierung erleichtert psychologischen und pädagogischen Fachkräften an entsprechenden Institutionen die Anrechnung der bei uns absolvierten Weiter- und Fortbildungen“, erklärt Andrea von Fleischbein (Bildung | Netzwerke).

Das Bildungsangebot des gemeinnützigen Vereins Trauerland, das unter trauerland bildung zusammengefasst ist, bereitet Fachkräfte auf den Ernstfall vor und qualifiziert sie, um Kinder und Jugendliche nach einem Todesfall im nahen Umfeld zu unterstützen. Zum Programm gehören unter anderem 2-stündige Online-Seminare für den Einstieg als auch vertiefende Veranstaltungen wie das 2-tägige Wochenendseminar „Ist Papa jetzt ein Stern?“.

Eine Übersicht aller Termine für das Jahr 2022 gibt es hier.


16.12.2021
Im November fand das achte Modul der Trauerland-Ausbildung® statt. Diesmal ging es um das Thema Einzelberatung und die Gastreferentin Karin Grabenhorst (Kunst- und Kreativitätstherapeutin) vermittelte den Teilnehmenden kreative Methoden der Trauerbegleitung.

Dabei sind diese schönen Mosaike entstanden. Die Gruppe war begeistert von dem Input und alle Teilnehmenden konnten zahlreiche Impulse für den laufenden Arbeitsalltag sowie für die Zukunft mitnehmen. Das nächste Mal kommt die Gruppe wieder im neuen Jahr zusammen und widmet sich beim neunten Modul dem Thema Abgrenzungen und Überschneidungen von Trauer und Trauma.


14.06.2021
Drei Monate nach Beginn der Trauerland-Ausbildung® durfte am letzten Maiwochenende endlich das erste Ausbildungsmodul in Präsenz anstelle von pandemiebedingt Online stattfinden. Sowohl Teilnehmende der Ausbildung als auch Trauerlands Referierende waren begeistert von dem Wochenende.

Für eine inhaltliche Einheit des Moduls bastelten die Teilnehmenden Mobiles.

Im vierten Ausbildungsmodul zum Thema Tod und Trauer in Familien konnten die Teilnehmenden im direkten Austausch noch stärker als Gruppe zusammenwachsen. Auch wenn die vorherigen Module sich im Online Format als erfolgreich bewiesen haben, war das Wochenende eine riesige Bereicherung. „Wir haben gemerkt, wie die Gruppe im persönlichen Miteinander die bereits entstandene Verbindung untereinander vertiefen konnte“, berichtet Bildungsreferentin Andrea von Fleischbein. „Durch die warme Sonne und den Garten war es auch möglich, viel draußen zu machen und die Pausen aktiv miteinander zu verbringen. Für uns war es auch sehr schön, alle endlich live und in Farbe erleben zu können.“

Insgesamt hat die Ausbildung 11 Module. Auch wenn die Gruppe mit beiden Lernformen – Online und Präsenz – positive Erfahrungen machen konnte, hofft der Verein, die folgenden Termine komplett in Präsenz durchführen zu können.


22.04.2021
Bei trauerland bildung wurde wieder fleißig gebastelt und vorbereitet. Die Teilnehmenden des Online-Seminars „Ist Papa jetzt ein Stern?“ erhalten diese Woche das Care-Paket mit allen wichtigen Unterlagen und kleinen Überraschungen.

Bildungsreferentin Andrea von Fleischbein stellt die Care-Pakete mit viel Herz zusammen und erklärt, weshalb diese ein wichtiger Teil des Online-Bildungsangebots sind: „Die Teilnehmenden sollen sich eingebunden in die Veranstaltung fühlen, auch wenn sie physisch nicht anwesend sein können. Durch das Care-Paket schaffen wir eine Verbindung zu den Teilnehmenden über die Bildschirmgrenzen hinweg. Für die Teilnehmenden ist es immer ein besonderer Moment, das Paket aufzumachen und mit uns daran zu arbeiten.“

Dieses Wochenende findet das Seminar pandemiebedingt via Zoom statt.


24.02.2021
Aufgrund der momentanen Lage behalten wir uns vor, Präsenzveranstaltungen gegebenenfalls als Online Veranstaltungen anzubieten. Sollte dieser Fall eintreffen, werden die Teilnehmenden rechtzeitig informiert.

„Auch Online kommt die Magie von Trauerland rüber.“
Teilnehmer einer Online-Veranstaltung.

„Die Mischung aus Theorie, Eigenarbeit und Austausch in der Gruppe war perfekt.“
Teilnehmerin einer Online-Veranstaltung.


05.02.2021
Am 5. Februar 2021 startet der erste Ausbildungsjahrgang zur systemischen Kinder- und Jugendtrauerbegleitung. Alle Plätze der einjährigen Ausbildung belegt.

„Die Ausbildung war immer ein großes Ziel von mir, das ich unbedingt verwirklichen wollte“, sagt Trauerland-Gründerin Beate Alefeld-Gerges. „Ich bin ich glücklich, dass dieser Wunsch nun Wirklichkeit geworden ist.“ Dank der Projektförderung der SKala-Initiative konnte der Verein in den vergangenen zweieinhalb Jahren sein Bildungsangebot überarbeiten und den langgehegten Traum einer Ausbildung zur systemischen Kinder- und Jugendtrauerbegleitung realisieren.

Als ältester Verein für Kinder- und Jugendtrauerbegleitung in Deutschland fließen über zwei Jahrzehnte Erfahrung in diese Ausbildung ein, in der das durch Studien evaluierte Trauerland-Konzept vermittelt wird. Seit jeher ist Trauerland für die Gruppenangebote für trauernde Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bekannt sowie für die Beratungsangebote, die neben den betroffenen Familien auch von Fachkräften frequentiert werden. Doch auch die Wissensvermittlung spielte bei Trauerland von Beginn an eine große Rolle.

„Es war uns immer wichtig, auch das Umfeld der Kinder und Jugendlichen mit einzubeziehen“, erläutert Alefeld-Gerges. „Dass sich jetzt Menschen für die Ausbildung angemeldet haben, die sich für ihren Berufsalltag in Schule oder Erziehungsberatungsstelle noch weiterqualifizieren möchten, freut uns sehr, denn unser Ziel ist es MultiplikatorInnen auszubilden. Dass wir zudem ausgebucht sind, werten wir als Zeichen, dass die Bedeutung des Themas Kindertrauer inzwischen stärker in der öffentlichen Wahrnehmung verankert ist.“

In der neu geschaffenen Ausbildung lernen die Teilnehmenden trauernde Kinder und Jugendliche wertschätzend und achtsam in ihrer Trauer zu begleiten. Neben Praxisbezug, Theorie und Methodik der Kinder- und Jugendtrauerbegleitung, stellt insbesondere die Auseinandersetzung mit eigenen Verlust- und Trauererfahrungen einen wichtigen Teil der Ausbildung dar. Die Ausbildung umfasst elf Module und wird mit einer Abschlussarbeit beendet. An diesem Wochenende findet das erste Modul pandemiebedingt Online statt. Der Verein hofft, dass die allgemeine Situation für die kommenden Module wie geplant Präsenztermine am Trauerland-Standort in Bremen zulässt.